FIFA 14

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Der Ball ist schon rund, nun soll’s auch das Spiel werden: In FIFA 14 stärkt EA Sports das Mittelfeld, macht die Ballwechsel weniger berechenbar – und schickt die Kicker ins KI-Trainingslager.

 

Ein kurzer Doppelpass im Mittelfeld, ein schneller Sprint, und schon hat sich Barcelonas Zauberzwerg Lionel Messi vor dem Strafraum des Gegners freigespielt. Er schaut einmal und zieht ab. Der Ball dreht eine Kurve, flattert einen Moment und schlägt mit gehörigem Linksdrall im rechten Winkel ein. »Genau so muss ein Tor aussehen! Es ist die Belohnung für Geduld im Aufbauspiel, für eine gute Idee und einen anständigen Abschluss«, jubiliert Nick Channon bei der Weltpremiere von FIFA 14. Channon ist einer, der es wissen muss, schließlich ist er Executive Producer und zieht bei EA Sports’ nächster Fußball-Neuauflage die Entwicklungsfäden. Allerdings zieht er nicht allzu streng, die Vorzeichen stehen abermals auf Evolution statt Revolution: EA Sports dreht in FIFA 14 an vielen kleinen Schrauben, um all die Detailschwächen zu beheben, die uns an FIFA 13 immer gestört haben. Man erfindet auch dieses Jahr das Rad nicht neu. Beziehungsweise den Ball.

In der FIFA 13-Demo, auf die sich Channon bezieht, spaziert Bas­tian Schweinsteiger mutterseelenallein an der Mittellinie auf und ab, ehe er eine Flanke zum Kollegen Robben schlägt. Auch dieser wird sträflich vom Gegner allein gelassen und dribbelt mühelos bis zum gegnerischen Strafraum. Ja, FIFA 13 krankte an Abwehrfehlern der Computergegner, die ihre Gegenspieler frei ziehen ließen und gelegentlich einfach vergaßen, mitzulaufen. »Damit ist jetzt Schluss«, kündigt Channon an. »In FIFA 14 stehen unsere Verteidiger dichter am Mann und verfolgen ihn auch bei Dop­pelpässen. Das verlangsamt den Spielablauf; man benötigt mehr Geduld, um Lücken zu finden und Torchancen herauszuspielen.« Außerdem sollen die Verteidiger die Spielsituationen diesmal bes­ser erkennen, Pässe vorausahnen, die Räume entsprechend enger machen oder versuchen, Druck auf den Ballführenden auszuüben.

 

»Wir wollen damit dem Mittelfeld mehr Bedeutung einräumen. In den vergangenen Jahren gab es eigentlich nur Abwehr und Sturm. Mit FIFA 14 forcieren wir Zweikämpfe und taktisches Vorgehen im Mittelfeld.« Es geht Channon darum, dass die Spieler das Tempo der Partie nun besser kontrollieren und auch variieren können. Während also in FIFA 13 meist Vollgas-Sprints angesagt waren, müssen Mittelfeldregisseure in FIFA 14 auch mal einen Gang runter­schalten und das Spiel kontrolliert verlangsamen, um Doppelpäs­se oder Flankenläufe zu ermöglichen. Das klingt fast so, als wolle EA Sports FIFA 14 bewusst schwerer machen. »Nein, es geht hier nicht um schwer oder leicht. Vielmehr soll FIFA 14 realistischer und zugleich nachvollziehbarer werden«, be­schwichtigt Nick Channon die anwesenden Pressevertreter. Die verbesserte Abwehr-KI sorgt letztlich auch dafür, dass Tore nach Standardsituationen seltener fallen. »Billige Tore« von bestimmten Positionen soll es laut Channon kaum mehr geben – allein schon deshalb, weil die Verteidiger nun dichter am Mann stehen.

 

 

 

Bauch rein, Hintern raus!

Damit FIFA 14 nicht zum anstrengenden Geschiebe mutiert, bekom­men die Offensivkünstler kräftig Unterstützung. So sind die Kicker nun im Sprint deutlich beweglicher als noch in der Vorjahresversi­on. Hatte selbst ein Lionel Messi in voller Fahrt noch den Wende­kreis eines Zwölftonners, sind Drehungen auf der Stelle und Rich­tungsänderungen nun stufenlos möglich.

Verteidiger kontern diesen plötzlichen Bewegungsdrang mit dem »Zweite Chance«-Tackling. In FIFA 13 bedeutete ein verpasster Zweikampf in einigen Fällen den Torerfolg des Gegners. In FIFA 14 hingegen darf man nach dem ersten misslungenen Angriff mit einem weiteren Tastendruck flink das andere Bein des Verteidigers nach­ziehen und nach dem Leder stochern. Mal abwarten, wie sich diese Mini-Sichel auf den Spielablauf auswirken wird. Schließlich enden solche und ähnliche Aktionen im echten Fußball nicht selten mit einem Freistoß und einer gelben Karte – wenn nicht gar mit einem Platzverweis. Nick Channon erklärt, das Verhalten der Schiedsrich­ter werde den neuen Gegebenheiten angepasst. Hoffentlich gibt es dann kein Kartenfestival, das den Spielfluss ruiniert.

Für das Behaupten des Balls werfen die Entwickler erstmals die komplette Steuerung über den Haufen. Bei den Dribblings streckt ihr nun durch das Halten der linken Schultertaste den Allerwertes­ten raus und haltet so euren Gegenspieler auf Distanz. Der Stürmer stellt sich also wie eine menschliche Mauer schützend zwischen sich und das Leder und versucht, durch schnelle Drehungen oder gar Tricks an seinem Gegner vorbeizuziehen. Die Trick-Steuerung bleibt übrigens weiterhin auf dem rechten Analogstick, allerdings benötigt man für bestimmte Aktionen eben die Schultertasten nicht mehr. Auch das Abschirmen des Balls dient in erster Linie dazu, das Spieltempo zu kontrollieren.

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1 Comment

  1. Ich wollte dieses Spiel auf meinem Laptop spielen, weil es meine Play Station X Box haben einige technischen Standard. So können Sie mir Gedanken darüber, wie zu installieren und spielen dieses Spiel in meinem Laptop und auch auf was sollte ich brauche eine Grafikkarte für dieses Spiel zu spielen.

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