Billy Talent

ist eine Rockband aus Toronto, Kanada.

Bandgeschichte

Der Leadsänger Benjamin Kowalewicz (* 16. Dezember 1975 in Montreal) lernte an der „Our Lady of Mount Carmel Secondary School“ Jonathan Gallant (* 23. Juli 1975) kennen, mit dem er in der Band To Each His Own spielte.

Bei einem Bandwettbewerb trafen sich die heutigen Bandmitglieder, die damals noch in verschiedenen Bands spielten, und beschlossen, in Zukunft zusammen zu spielen. Die neue Band nannte sich Pezz und die Musikrichtung war zu dieser Zeit noch Progressive Rock. Neben einigen lokalen Auftritten nahmen sie 1998 das Album Watoosh! auf.

1999 erfolgte eine Umorientierung in Richtung Alternative Rock und aufgrund von Unstimmigkeiten mit einer gleichnamigen Band eine Änderung des Namens in „Billy Talent“, einem Charakter aus dem Film Hard Core Logo. Mit dem neuen Image und Stil weckten sie Interesse bei Torontos größter Radio-Rock-Show und die Produzentin verschaffte ihnen einen Plattenvertrag bei Warner Records.

Billy Talent

Im Winter 2002/2003 nahm die Band das erste Album unter dem neuen Namen im Studio The Factory in Vancouver auf. Billy Talent erschien am 23. September 2003 auf Atlantic Records. Als Singles wurden die Titel Try Honesty, The Ex, River Below und Nothing to Lose veröffentlicht.

Billy Talent II

„Mouth“ (dt. Mund) war das Emblem der Band auf dem zweiten Album als Billy Talent. Es stellt einen schreienden Mund dar, der erstmals auf diesem Cover zu sehen war. Zuvor stellte eine Silhouette der vier Bandmitglieder das Logo dar (Billy Talent I). Auf den folgenden Alben tauchte dieses Emblem nicht mehr auf. Der Song Devil in a Midnight Mass konnte an Weihnachten 2005 exklusiv auf ihrer Website heruntergeladen werden. Surrender konnte man am Valentinstag 2006 exklusiv herunterladen. Beide sind auf dem Album Billy Talent II erschienen, das seit dem 23. Juni 2006 im Handel ist und in Kanada Doppelplatinstatus erreichte. Am 19. Februar 2007 erreichte die Band mit ihrem Zweitwerk auch in Deutschland Platin-Status.. Als Singles wurden Devil in a Midnight Mass, Red Flag, Fallen Leaves, Surrender und This Suffering ausgekoppelt. In den USA konnte die Band einen nicht so großen Erfolg verbuchen.

Im März 2006 wurde bekannt, dass der Schlagzeuger der Band, Aaron Solowoniuk, seit bereits zehn Jahren an Multipler Sklerose erkrankt ist. Mittlerweile konnte Solowoniuk die Krankheit mithilfe von Medikamenten, Willenskraft und den Informationen von Hilfsorganisationen soweit unter Kontrolle bringen, dass er weiterhin Schlagzeuger der Band sein kann.

666 Live

2007 erschien das Live-Album 666 Live. Darauf sind Konzertmitschnitte aus Brixton, Düsseldorf und vom Rock am Ring am Nürburgring auf einer DVD und einer CD vorzufinden, sowie zwei DVDs und einer CD (nur Deluxe-Version).

Billy Talent III

Im August 2008 präsentierten Billy Talent einen Song namens Turn Your Back zusammen mit Anti-Flag live aus dem Album Billy Talent III, das von Brendan O’Brien produziert wurde. Ein weiterer Song, Rusted From The Rain, erschien als zweite Single. Billy Talent III erschien am 10. Juli 2009 in Deutschland. Am ersten Tag wurde das Album über 300.000 Mal verkauft. Als erste Single wurde Devil on My Shoulder veröffentlicht. Der Song Saint Veronika ist am 26. Februar 2010 als dritte Single erschienen. Die vierte und letzte Single, Diamond on a Landmine, erschien am 22. Juni 2010 aus dem Album Billy Talent III.

Dead Silence

Im Januar 2011 wurde über die Website der Band von Ben Kowalewicz offiziell bekannt gegeben, dass er und Ian D’Sa begonnen haben, neue Songs zu schreiben. Der Name des Albums würde sich nicht an die Trilogie anschließen und damit definitiv nicht „Billy Talent IV“ heißen, so Ben Kowalewicz in einem Interview. Am 11. Juli 2012 wurde über die Homepage offiziell bekannt gegeben, dass das neue Album ‚Dead Silence‘ heißen und ab dem 11. September 2012 weltweit zu kaufen sein wird.

Für die Arbeit am neuen Album kaufte sich die Band ein eigenes Tonstudio, John Gallant beschrieb diesen Schritt als „erste große Investition der Band“.Besonderen Wert legten sie bei den Aufnahmen auf den Gesang. Die Melodien der Songs wären größtenteils extrem hoch oder in einer hohen Tonlage und er hätte Ben, den Sänger, an manchen Stellen ganz schön trimmen müssen, meint Ian D’Sa, der neben den Gitarren- und Gesangseinlagen für dieses Album auch die Produktion übernahm.

In der Weihnachtszeit 2011 gab der MS-kranke Schlagzeuger der Band bekannt, dass er bald am offenen Herzen operiert werden müsste. Die Operation erfolgte im Februar 2012 und während Aaron Solowoniuk sich auskurierte, arbeitete der Rest von Billy Talent weiter am neuen Album. Sie nahmen die Operation Solowoniuks als Anlass, den Slogan der Stiftung F.U.M.S. (Fuck You Multiple Sclerosis) des Schlagzeugers, „Turn anger into hope.“ (Verwandle Wut in Hoffnung.), in ihren Song Don’t Count On the Wicked einzubauen. Nach This Is How It Goes ist dies nun der zweite Song, der einen Bezug zu dem Schicksal Aaron Solowoniuks hat. Trotz einiger Komplikationen konnte die Band ihre planmäßigen Veröffentlichungstermine einhalten.

Am 25. Mai 2012 veröffentlichten sie die Single Viking Death March aus ihrem kommenden Album als Download. Am 7. August folgte Surprise Surprise, welches sich in den deutschen Charts platzieren konnte. Das Musikvideo zu Viking Death March besteht aus Ausschnitten des Auftritts der Band bei Rock am Ring 2012.

Am 7. September 2012 wurde Dead Silence in Deutschland und Österreich veröffentlicht.

Wohltätigkeit

Cut to the Drummer

Jedes Jahr wird in Kanada ein großes Benefiz-Konzert veranstaltet, das sich für MS-Erkrankte engagiert. Da die Band aber aufgrund der Arbeiten am neuen Studio-Album nicht dabei sein konnte, ließen sie sich eine Alternativ-Veranstaltung namens „Cut To The Drummer“ einfallen. 50 Künstler haben Portraits von 50 Drummern angefertigt. Die Bilder wurden in einer stillen Auktion verkauft und die Erlöse wurden dem MS Society of Canada Scholarship Fund gespendet.

F.U.M.S.

Der Schlagzeuger der Band, Aaron Solowoniuk, gründete 2006 die Organisation Fuck You Multiple Sclerosis, die eine Plattform für Betroffene der Krankheit Multiple Sklerose bieten soll und jedes Jahr ein Musikfestival veranstaltet.

 

Discografie:

Billy Talent

◄ (7 versions)

Atlantic 2003

Billy Talent II

◄ (6 versions)

Atlantic 2006

Watoosh!

◄ (2 versions)

Nettwerk Music Group 2006

Billy Talent 666 Live

◄ (2 versions)

WEA, WEA 2007

Billy Talent III

◄ (7 versions)

Warner Music Canada 2009

Dead Silence

◄ (3 versions)

Warner Music Canada 2012

Dead Silence

(CD, Album)

Warner Music Canada 2012

Singles & EPs

Try Honesty

◄ (2 versions)

Not On Label (Billy Talent Self-released) 2001

Try Honesty / Living In The Shadows

◄ (3 versions)

Atlantic 2003

Try Honesty

(CD, Single, Enh)

Atlantic 2003

The Ex

(7″, Pic)

Atlantic 2003

River Below

◄ (2 versions)

Atlantic 2004

Surrender

◄ (2 versions)

Atlantic 2006

Fallen Leaves

◄ (2 versions)

Atlantic 2006

Devil In A Midnight Mass

◄ (4 versions)

Atlantic, Atlantic 2006

Red Flag

◄ (3 versions)

Atlantic 2006

Rusted From The Rain

◄ (3 versions)

Warner Music Group Germany 2009

Devil On My Shoulder

(CD, Single, Promo)

Warner Music (Canada) 2009

Surprise Surprise

(CDr, Single, Promo)

Not On Label 2012

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