SATYRICON

2017 melden sich SATYRICON nun mit “Deep Calleth Upon Deep” zurück – hat ja lang genug gedauert. Wer die neueren SATYRICON-Alben mag, den wird auch diese Platte nicht enttäuschen, zumal diese mit jedem Durchgang wächst.

Und wer alles nach “Nemesis Divina” schlecht findet, der wird wohl auch mit “Deep Calleth Upon Deep” nicht froh werden … wobei es auch diejeigen mal mit den düsteren Hymnen “To Your Brethren In The Dark”, “Deep Calleth Upon Deep” und “The Ghost Of Rome” versuchen können.

 

Satyricon ist eine im Jahr 1990 unter dem Namen Eczema gegründete Extreme-Metal-Band aus Norwegen, welche seit 1994 ausschließlich aus Sigurd „Satyr“ Wongraven und Kjetil „Frost“ Haraldstad besteht (die beide keine Gründungsmitglieder waren), die gelegentlich von Gastmusikern wie etwa Tomas „Samoth“ Haugen (Emperor), Snorre „Blackthorn“ Ruch (Thorns) und Ted „Nocturno Culto“ Skjellum (Darkthrone) unterstützt werden.

Auf dem ersten Demo All Evil spielte Satyricon einen stark thrash- und death-metal-lastigen Stil, auf dem zweiten Demo The Forest Is My Throne einen primitiven, an Bathory angelehnten Stil. Die Folk-Elemente des Debütalbums Dark Medieval Times wurden auf dem Nachfolger The Shadowthrone reduziert; mit diesem und dem Nachfolger Nemesis Divina orientierte sich Satyricon am traditionellen Black Metal; The Shadowthrone erinnert mit seinen nordischen Elementen wie dem Klargesang und der Thematik bei Vikingland an den Viking Metal, wird diesem aber nicht zugeordnet.

Nemesis Divina hat einen brutaleren und intensiveren Klang und legte das Fundament für den Klang ihrer späteren Veröffentlichungen, der sich langsam abzeichnete. Während aber im traditionellen Black Metal grundsätzlich auf eine puristische Produktion geschworen wird, setzte Satyricon auf einen Klang, der „im Gegensatz zu anderen Veröffentlichungen aus dem Norden scharf wie eine Rasierklinge ist“.

Mit Nemesis Divina wurden die Kompositionen abwechslungsreicher, komplexer und hatten einen höheren technischen Standard, die Produktion wurde sauberer und klarer als viele andere Aufnahmen aus der norwegischen Black-Metal-Szene. Außerdem merkte Satyr an, dass er und Samoth im Gegensatz zu Frost keine Satanisten seien.Mit Megiddo – Mother North in the Dawn of a New Age wurde die Band experimenteller und irritierte besonders mit einem Remix von Apoptygma Berzerk.

Die Texte der frühen Aufnahmen drehen sich üblicherweise um „Wälder, Schlösser, Schlösser im Wald, etc.“. Ab den späten 1990er Jahren nahm die Band zunehmend Rock-Einflüsse in ihre Musik auf und entfernte sich von ihrem ursprünglichen Stil. Während die Entwicklung der Band bei Sputnikmusic als Annäherung an den Black Metal der erste Welle bezeichnet wird, heißt es auf der Seite DeathMetal.Org, The Age of Nero klinge wie „beliebiger Groove Metal mit oberflächlicher Black-Metal-Behandlung“. Die Musik wurde als „massentaugliche, eingängige, geistlose Rock-’n’-Roll-Version von Black Metal“ kritisiert, die Euronymous’ Idealen und der Weltanschauung der frühen Szene zuwider und fern von allem sei, was beim Rezensenten und anderen das Interesse an dieser Musik erweckte. In dieser Musik gebe es „keine Spur von Leidenschaft“. „Diese Sorte von kapitalistischem Black Metal“ führe zu einem eigenen Genre.

Gunnar Sauermann vom Metal Hammer zufolge ist aus Satyricon eine „Pseudo-Black-Pop- (und populäre) Band“ geworden.

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