Venom

Venom

(engl. ‚Gift‘) ist eine Metal-Band aus Newcastle in England. Sie wurde 1979 von Mantas (Gitarre) und Abaddon (Schlagzeug) gegründet.

 

Geschichte

Entstehung und die frühen Jahre (1979–1987)

Mantas und Abaddon lernten sich auf einem Judas-Priest-Konzert kennen und gründeten kurz darauf Venom als Quartett. Sänger und Bassist verließen schon bald die Band und Cronos wurde aufgenommen. Sie schlossen einen Vertrag mit Neat Records ab und veröffentlichten die Single In League with Satan / Live Like an Angel sowie das Album Welcome to Hell. In der britischen Musikzeitschrift Sounds wurde es als „heavy with diabolism“ und „brutal speed metal“ beschrieben.Es erweckte durch die antichristlichen Liedtexte und das plakative satanistische Image der Band[2][3] Medienaufmerksamkeit, aber auch die stark punk-beeinflusste, technisch relativ simple, für damalige Maßstäbe extrem aggressive Musik war für 1981 wegweisend. Ihr zweites Album Black Metal war der Namensgeber für die gleichnamige Musikrichtung, und auf At War with Satan mit seinem 20-minütigen Titellied erreichte die Band ihren kreativen Höhepunkt. Die Band-Gründer gaben indessen einige Jahre später zu, dass sie vom philosophischen Satanismus im Grunde keine Ahnung hätten, was den selbstironischen Ansatz unterstreicht.

1984 ging Venom mit Metallica als Vorgruppe auf die Seven-Gates-of-Hell-Tournee, die in der Schweiz begann und durch Deutschland (Nürnberg), Belgien und die Niederlande ging, wo die Bands am 11. Februar 1984 auf dem Aardschokdag in Zwolle spielten. In den Jahren 1984 und 1985 wurden Konzerte im Hammersmith Odeon in London gegeben, die den Legendenstatus der Band zementierten. Die zugehörigen Alben zeigten aber schon einen kommerziellen Abwärtstrend: Possessed hielt dem Vergleich mit Alben wie Reign in Blood von Slayer, Melissa von Mercyful Fate oder Master of Puppets von Metallica nicht mehr stand – komplexer, technisch ausgereifter Metal war nun gefragt. Kurz darauf stieg Mantas aus der Band aus.

Die Rückkehr (1987–1996)

Mantas’ Platz wurde von den beiden Gitarristen Jim Clare und Mike Hickey übernommen. In dieser Besetzung nahm Venom das Album Calm Before the Storm auf. Das nächste Album, Prime Evil, reichte nicht mehr an den Erfolg alter Tage heran, da außerdem Cronos die Band verlassen hatte und sich seinem Soloprojekt mit dem Namen „Cronos“ widmete. Sein Platz in der Band wurde durch Tony Dolan ersetzt. Mit ihm am Mikrofon nahm Venom auch die in den Jahren 1991 und 1992 folgenden Alben Temples of Ice und The Waste Lands auf. Besonders auf dem Album Temples of Ice wurde der neue Sound des Quartetts deutlich: er ähnelte nun stark dem der Slayer-Titel und besaß viele Soundeffekte durch Keyboards. Alle drei Alben mit Toni Dolan wurden jedoch kaum in der Presse hervorgehoben, und mit der Zeit wurde es still um die Band. Cronos hingegen feilte noch bis 1994 an neuen Liedern und spielte auf seinen Alben auch die Lieder alter Venom-Veröffentlichungen.

Die neue Ära (1995–2000)

1995 spielte Venom erstmals nach der Wiedervereinigung in der Besetzung Cronos, Mantas und Abaddon im holländischen Bergum auf dem Waldrock-Festival. Im Jahr 1996 trat die Band wieder als Trio mit Cronos, Mantas und Abaddon auf. Venom spielte noch in diesem Jahr mit Slayer als Co-Headlinder vor ungefähr 90.000 Zuschauern auf dem Dynamo Open Air in Eindhoven, Holland. Zu diesem Konzert wurde das Live-Album The Second Coming aufgenommen, das zusätzlich eine VHS vom Auftritt enthielt. Die Band absolvierte eine ausgedehnte Amerika-Tournee und veröffentlichte die EP Venom ’96, die vier Neuaufnahmen älterer Titel und ein neues Lied namens The Evil One enthielt. Unmittelbar darauf, im Jahr 1997 erschien das Album Cast in Stone. Als Abaddon die Band verließ, wurde er durch Cronos’ Bruder Antony „Antton“ Lant ersetzt. In der neuen Besetzung wurde im Jahr 2000 Resurrection veröffentlicht.

Venom im 21. Jahrhundert (ab 2001)

Mantas verließ die Band im Jahr 2002. 2005 wurde das Boxset MMV veröffentlicht. Dieses Set enthielt vier CDs, die insgesamt 70 Lieder, Demos, Live-Ausschnitte, Interviews und Outtakes beinhalten und ein 60-seitiges Beiheft mit der gesamten Band-Geschichte und ihren Wurzeln und viele noch nie gezeigte Bilder aus Cronos’ Sammlung. Im Jahr 2006 erschien dann mithilfe des ehemaligen Band-Mitglieds Mykvs das Studioalbum Metal Black, mit dem die Band auf Tournee ging. Danach aber verließ Mykvs die Band wieder und wurde 2007 durch La Rage ersetzt. In dieser Besetzung entstand das Studioalbum Hell. Der Nachfolger zu Hell sollte im Frühherbst 2011 veröffentlicht werden. In einem Interview verriet Cronos, dass das Material wieder mehr in Richtung Metal Black und älterer Werke der Band gehen solle.

Discografie:

Albums

Welcome To Hell

◄ (25 versions)

Neat Records 1981

Black Metal

◄ (28 versions)

Neat Records 1982

At War With Satan

◄ (21 versions)

Neat Records 1984

Possessed

◄ (19 versions)

Neat Records 1985

Canadian Assault

◄ (2 versions)

Banzai Records 1985

French Assault

(12″, MiniAlbum)

New Records (2) 1985

Live : Official Bootleg

◄ (5 versions)

American Phonograph 1986

Eine Kleine Nachtmusik

◄ (16 versions)

Neat Records 1986

Japanese Assault

◄ (2 versions)

Vap Inc. 1986

Calm Before The Storm

◄ (13 versions)

Filmtrax 1987

German Assault

(12″, MiniAlbum)

Roadrunner Records 1987

Prime Evil

◄ (7 versions)

Under One Flag 1989

Prime Evil

(Cass, Album)

Under One Flag 1989

Temples Of Ice

◄ (2 versions)

Under One Flag 1991

The Waste Lands

◄ (2 versions)

Under One Flag 1992

Venom ’96

(CD, MiniAlbum)

Not On Label 1996

Cast In Stone

◄ (4 versions)

Steamhammer, SPV GmbH 1997

The Second Coming

(CD + VHS)

Warhead 1997

Resurrection

◄ (5 versions)

Steamhammer 2000

Metal Black

◄ (4 versions)

Castle Music 2006

Hell

◄ (5 versions)

Sanctuary Records 2008

Fallen Angels

◄ (2 versions)

Spinefarm Records 2011

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