Walk the Line

Walk the Line ist eine Filmbiografie aus dem Jahr 2005. Regie führte James Mangold, der zusammen mit Gill Dennis auch das Drehbuch schrieb, das auf den Biografien Man in Black sowie Cash: The Autobiography des Country-Sängers Johnny Cash basiert. Die Hauptrollen spielten Joaquín Phoenix und Reese Witherspoon.

 

Die erste Szene eröffnet die Rahmenhandlung, es ist 1968 und man wartet im Gefängnis Folsom State Prison auf Cashs Auftritt. Die Rückblende beginnt 1944: J.R. Cash lebt auf der von der Familie gepachteten Baumwollfarm in der Stadt Dyess in Arkansas zusammen mit seinem älteren Bruder Jack, der Priester werden will. J.R. hört im Radio die junge Country-Sängerin June Carter, sein Vater Ray fordert ihn lautstark auf, das Radio auszuschalten. J.R. und Jack unterhalten sich darüber, dass Jack viel mehr Baumwolle pflücken könne als er und jede Geschichte aus der Bibel kenne. Der erwidert, dass J.R. dafür jedes Lied aus Mutters Gesangbuch kenne. Er singt in der Kirche und auf dem Feld mit seiner Mutter Carrie. Eines Tages sägt Jack für einen Nachbarn Holz und schickt J.R., der bei ihm ist, zum Angeln. Jack wird kurz darauf bei einem Unfall mit der Kreissäge schwer verletzt und stirbt. Das angespannte Verhältnis des Vaters zu J.R. verschlechtert sich daraufhin nochmals, da er ihn für den Tod seines Lieblingssohns Jack verantwortlich macht.

1952 wird J.R., der bei der US Air Force nun den Namen John trägt, in Landsberg am Lech stationiert. Seine Mutter hat ihm bei seiner Abreise ihr Gesangbuch Heavenly Highway Hymns mitgegeben. In Deutschland kauft er seine erste Gitarre, eine Höfner, und schreibt seine ersten eigenen Songs, darunter den Folsom Prison Blues, zu dem ihn der Film Inside the Walls of Folsom Prison (deutscher Filmtitel: Meuterei im Morgengrauen) inspiriert hatte, der den Soldaten gezeigt wurde. Auch in der Ferne verfolgt er das Leben der Sängerin June Carter und liest, dass diese nun Carl Smith heiraten wird.

 

1955: Cash hat inzwischen seine Freundin Vivian Liberto geheiratet und ist mit ihr nach Memphis gezogen, seine Tochter Rosanne wurde geboren und seine Frau ist wieder schwanger. In seiner Freizeit spielt er mit den Automechanikern Luther Perkins und Marshall Grant gemeinsam Gospelmusik. Als Vertreter von Haushaltsgeräten geht er von Haus zu Haus, ist damit allerdings wenig erfolgreich. Seine Frau beschwert sich darüber, dass er sich offenbar mehr um seine Musik kümmert, als um den Unterhalt der Familie. Da sie mit der Miete im Verzug sind, haben sie nun auch einen Räumungsanordnung für ihre Wohnung erhalten. Eines Tages kommt Cash an einem Aufnahmestudio vorbei und lernt dessen Besitzer Sam Phillips kennen, der auch Gründer des Plattenlabels Sun Records ist. Wenig später gelingt es ihm, mit seinen beiden Mitmusikern bei ihm vorzuspielen. Bereits während der Darbietung eines Gospelsongs winkt Philips jedoch ab. Nach einer kurzen Diskussion spielt er ihm schließlich seinen selbstkomponierten Folsom Prison Blues vor. Philips bietet Cash daraufhin einen Plattenvertrag an.

 

Es folgen Tourneen von Johnny Cash und den Tennessee Two mit anderen Musikern, die ebenfalls bei Sun Records unter Vertrag sind, darunter Jerry Lee Lewis, Carl Perkins, Roy Orbison und Elvis Presley. Bei einem Auftritt in Texarkana lernt er erstmals auch June Carter persönlich kennen, die inzwischen ihre Scheidung bekanntgegeben hatte. Cash ist nun oft wochenlang unterwegs und seine Frau sieht ihn nur noch selten, zudem ist diese über die anzügliche Fanpost von jungen Mädchen nicht begeistert. Neben exzessivem Konsum von Alkohol beginnt er, auch Tabletten zu nehmen und wird drogenabhängig. Wegen dieser Abhängigkeit und seiner Unzuverlässigkeit will June Carter nicht weiter mit ihm gemeinsam auf Tournee gehen. 1958 unterzeichnete Cash einen neuen Plattenvertrag bei Columbia Records. Der Schlagzeuger W.S. Holland wird das dritte Mitglied der Begleitband von Johnny Cash, die sich nun Tennessee Three nennt.

 

1964 zieht Cash mit seiner Familie nach Casitas Springs in Kalifornien. Zu einer Preisverleihung im selben Jahr erscheint er an der Seite seiner Frau Vivian, trifft dort nach vielen Jahren erstmals wieder June Carter und kann diese dazu überreden, wieder mit ihm auf Tour zu gehen. Nach einem gemeinsamen Auftritt 1965 in Las Vegas landen beide am Abend miteinander im Bett, und Carter bemerkt am Morgen danach, dass er entgegen seiner Behauptung immer noch tablettenabhängig ist. Bei einem späteren Auftritt steht er so stark unter Drogen, dass er auf der Bühne zusammenbricht und daraufhin seine Tournee abgebrochen wird. Bevor Carter ihn verlässt, sammelt sie alle Tabletten aus Cashs Zimmer und wirft diese weg.

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